Aktuelle Neuigkeiten zu Gesundheit, Veröffentlichungen und Schule

Süchtig nach digitalen Welten

Verbringt jemand viel Zeit am Computer, Tablet oder am Smartphone, spricht man im Alltag oft von „Internet-Sucht“ oder „Handy-Sucht“. Die neue Broschüre des Sozialministeriums Süchtig nach digitalen Welten (PDF) untersucht die Grenze zwischen starkem und eventuell problematischem Gebrauch digitalter Medien. Sie richtet sich an alle, die in ihrer Freizeit Smartphones, Tablets oder Computer sehr intensiv nutzen und das Gefühl haben, diese Nutzung nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Sie spricht außerdem Personen an, die sich Sorgen um eine ihnen nahestehende Person – ein Familienmitglied, einen Freund, eine Freundin – machen.

Die Broschüre kann beim Broschürenservice des Sozialministeriums bestellt werden.

Dialogwoche Alkohol: 20.-26. Mai 2019

Die 2. Österreichischen Dialogwoche Alkohol will mit Aktionen und Veranstaltungen über Alkohol informieren und anregen, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken: Wie viel Alkohol trinke ich? Ab wann ist es zu viel?

Im Zentrum der Dialogwoche stehen rund 200 verschiedene Veranstaltungen zum Thema Alkohol wie z.B. Vorträge und Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Präventionsworkshops usw. Zudem bietet die Website www.dialogwoche-alkohol.at Wissenwertes zum Thema Alkohol, hilfreiche Tipps, Online-Tools und Anregungen.

Initiatorin der Dialogwoche Alkohol ist die Österreichische ARGE Suchtvorbeugung – der Zusammenschluss aller neun Fachstellen für Suchtprävention in den Bundesländern – in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und dem Fonds Gesundes Österreich. Gefördert wird die Initiative vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Depressionsbericht Österreich

Auch Kinder und Jugendliche können an Depressionen leiden! Je jünger die Betroffenen sind, desto unspezifischer und heterogener sind allerdings die Symptome einer Depression. Depressive Episoden im Kindes- und Jugendalter dauern meistens länger an als solche im Erwachsenenalter, es besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit im weiteren Lebenslauf chronifiziert. Depressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen führen zudem vermehrt zu Suizidgedanken, suizidalem Verhalten, Suizidversuchen und Suiziden.

Laut der epidemiologischen Studie Mental Health in Austrian Teenagers (MHAT) leiden 2,85 Prozent der österreichischen Kinder und Jugendlichen im Alter von 10-18 Jahren an einer depressiven Erkrankung, hält der aktuelle Depressionsbericht Österreich fest. Der Bericht fasst Einflussfaktoren und Erklärungsmodelle zusammen und bietet epidemiologische Daten zu Depressionserkrankungen für verschiedene Alters- und Personengruppen. Der Bericht hebt u.a. die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention zur Vermeidung von Depression hervor; bei jungen Menschen scheinen kognitiv-behaviorale Präventionsprogramme, die nach Möglichkeit die Familie miteinbeziehen, am wirksamsten zu sein.

Lehrgang für Lehrer/innen: LEBENsmittelwissen

Der neu entwickelte Hochschullehrgang „LEBENsmittelwissen“ vermittelt in kompakter Form jene interdisziplinären Kompetenzen, die an Lehrkräfte der Sekundarstufe 1 im Aufgabenkreis des „Lebensmittelwissens“ herangetragen wird. Inhaltlich umfassend und fächerübergreifend werden alle Themenfelder rund um Lebensmittelwissen abgedeckt. Die Absolventen und Absolventinnen verfügen über ein solides Repertoire der sogenannten „nachhaltigen Ernährung“, welche die Dimensionen Gesundheit/Individuum, Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur gleichermaßen betrachtet, sowie der gesamten Wertschöpfungskette rund um Lebensmittel. Dieses Wissen können die AbsolventInnen qualifiziert und sicher an SchülerInnen weitergeben. Auf eine starke Anbindung an den pädagogischen Alltag wird im gesamten Lehrgang großer Wert gelegt.

Der berufsbegleitende Hochschullehrgang wird in Form von 5 Modulen, mit 8 Lehrveranstaltungsblöcken mit je ein bis vier Tagen, verteilt auf 2 Semester, angeboten. Gestartet wird am 10. und 11. Juli 2019 mit einer Laufzeit bis Februar 2020. Veranstaltungsort ist vorwiegend die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien sowie externen Bildungsinstitutionen oder Exkursionsbetriebe.

Europäische Impfwoche 24.-30. April 2019

Die Europäische Region der WHO begeht jedes Jahr die europäische Impfwoche. Die Aktionswoche soll das Bewusstsein für den Nutzen von Impfungen schärfen und für Impfmaßnahmen als entscheidende Voraussetzungen für Krankheitsprävention werben. Im Mittelpunkt der heurigen Imfpwoche stehen die „vaccine heroes“; zu den Helden des Impfalltags zählen Gesundheitsfachkräfte, die Impfungen verabreichen, Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sowie all jene, die sich um evidenzbasierte Informationen bemühen und sie weitergeben, um andere zu unterstützen. Der Europäische Impfaktionsplan strebt nach einer „Europäischen Region ohne impfpräventable Krankheiten, in der alle Länder ihren Bürgern während des gesamten Lebensverlaufs einen chancengleichen Zugang zu hochwertigen, sicheren und bezahlbaren Impfstoffen und Impfmaßnahmen gewähren“.

Impfwoche in Österreich
Auch in Österreich finden anlässlich der Europäischen Impfwoche verschiedene Veranstaltungen und Aktionen statt. Der österreichische Impfplan 2019 (PDF) informiert über empfohlene Imfpungen und über das kostenlose Impfprogramm für Kinder.

Tag gegen Lärm am 24. April

Der jährliche Tag gegen Lärm macht mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen auf Lärm als Umweltthema aufmerksam. Lärm ist nämlich nicht nur störend, sondern kann auch die Gesundheit schädigen.
In Schulen ist vornehmlich anhaltender Lärm mittlerer Intensität eine Belastung. Besonders betroffen sind Lehrerinnen und Lehrer, die der Lärmbelastung über viele Jahre hinweg Tag für Tag ausgesetzt sind. Aber auch für Schülerinnen und Schüler bedeutet Lärm eine Störung und behindert das Lernen. Akustische Sanierung von Schulräumen hilft Lärm zu reduzieren. Sinnvoll ist auch die Beschäftigung mit dem Thema Lärm im Unterricht, zum Beispiel mit den Ideen für die Unterrichtspraxis aus dem Projekt Lernen ohne Lärm.

Mehr Infos zu Lärmreduzierung und Raumklima an Schulen auch unter: Schwerpunkt Schule(frei)räume gestalten

Projekt-Call: Psychosoziale Gesundheit und (Cyber-)Mobbing-prävention an Schulen

Der Fonds Gesundes Österreich veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem BMBWF einen Projekt-Call zum Thema Psychosoziale Gesundheit und Prävention von(Cyber-)Mobbing an Schulen. Eingeladen sind in erster Linie Pädagogische Hochschulen, die gemeinsam mit 15-25 Schulen ein Projekt zu Förderung der psychosozialen Gesundheit entwickeln und in standortspezifische Schulentwicklungsprozesse einbeziehen. Regionalen Einrichtungen, die bereits Erfahrung in schulischer Gesundheitsförderung oder (Cyber-)Mobbingprävention haben, können im Rahmen des Projekts beigezogen werden.

Die Einreichfrist zum Projekt-Call endet am 15. Juli 2019. Die Projektlaufzeit beginnt frühestens mit 1. Oktober 2019.

Positionspapier: Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes an Österreichs Schulen

Rund 1.600 österreichische Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter sind an Diabetes erkrankt. Die Anzahl der Neuerkrankungen steigt weiterhin. Immer häufiger sind Schulen bzw. Lehrkräfte mit Fragen zu Betreuung und Versorgung von an Diabetes erkrankten Schülerinnen und Schülern konfrontiert.

Ein offizielles Positionspapier der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde geht auf diese Fragen und Problemstellungen ein und gibt Hinweise zu Voraussetzungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei der Betreuung von betroffenen Schülerinnen und Schülern in Schulen.

Kinder und Jugendliche mit Diabetes brauchen für einen guten Umgang mit ihrer Krankheit die Unterstützung der Schule. Sie haben das Recht, voll in das Schulleben integriert zu sein und an allen schulischen Aktivitäten teilzunehmen. Eine qualifizierte, fachliche Einschulung ermöglicht es Betreuungs- und Lehrpersonen, den Schulalltag für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu erleichtern. Denn wie mit einer chronischen Erkrankung in der Schule umgegangen wird, hat großen Einfluss sowohl auf den Verlauf der Krankheit als auch auf den Schulerfolg der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Fokus Jugend 2019: Daten zur Situation österreichischer Jugendlicher

Die Publikation Fokus Jugend 2019 (PDF) bietet für alle, die für oder mit jungen Menschen arbeiten, übersichtlich aufbereitete Daten, die die Situation der Jugend in Österreich aufzeigen und Trends sichtbar machen. Das Konzept für die Publikation wurde vom Österreichischen Institut für Familienforschung an der Universität Wien im Zusammenwirken mit dem Kompetenzzentrum Jugend im BKA und unter Beteiligung von Stakeholdern der Jugendpolitik entwickelt. Die Broschüre fasst die wichtigsten jugendrelevanten Zahlen aus den Bereichen Bevölkerungsstatistik, Migration, Bildung und Ausbildung, Internetnutzung, Arbeitswelt sowie Gesundheit und Lebensbedingungen.

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Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu

Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger, zu diesem Fazit kommt die deutsche Langzeitstudie Motorik-Modul (MoMo). Obwohl heute mehr Kinder in Sportverein aktiv sind, nimmt der Bewegungsmangel im Alltag zu. Die körperliche Alltagsaktivität in der Altersgruppe der vier bis 17-Jährigen sei in den vergangenen zwölf Jahren um 31 Minuten pro Woche zurückgegangen, so Alexander Woll vom Karlsruher Institut für Technologie, einer der Betreuer der Studie.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass etwa 80 Prozent der Heranwachsenden nicht die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von einer Stunde Bewegung pro Tag erreichen. Die Auswertungen zeigen auch, dass körperlich aktive Kinder weniger gesundheitliche Risikofaktoren entwickeln. Der Bewegungsmangel in der Kindheit kann nachhaltige Folgen haben: Die Langzeitanalysen über zwölf Jahre zeigen, dass aus übergewichtigen Kindern mit hoher Wahrscheinlichkeit übergewichtige Erwachsene werden.

Das Motorik-Modul (MoMo) ist ein Teilmodul der bundesweiten Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) und erfasst seit 2003 in regelmäßigen Abständen die motorische Leistungsfähigkeit und körperlich-sportliche Aktivität von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland.

Für österreichische Kinder und Jugendliche zeigen die Daten der HBSC-Studie ähnlich Ergebnisse: Auch hierzulande erreichen nur knapp 18% der Heranwachsenden die Bewegungsempfehlungen der WHO. Knapp 5 Stunden pro Woche sind die österreichischen Schülerinnen und Schüler körperlich aktiv; mehr als 5 Stunden täglich dagegen nehmen sitzende Freizeitbeschäftigungen ein, hauptsächlich Fernsehen, Spielen an Computer, Smartphone oder allgemeine Computernutzung.