Aktuelle Neuigkeiten zu Gesundheit, Veröffentlichungen und Schule

Neue Daten zur Gesundheit von österreichischen Schülerinnen und Schülern

Alle vier Jahre werden im Rahmen der internationalen HBSC-Studie Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 17 Jahren zur ihrer Gesundheit und ihrem Gesundheitsverhalten befragt. Nun liegen die Ergebnisse der jüngsten Erhebung aus dem Jahr 2018 vor. Und sie zeigen, dass sich der positive Trend im Gesundheitsverhalten der österreichischen Jugendlichen fortsetzt. Gesundheitsschädliches Verhalten geht weiter zurück; die Heranwachsenden konsumieren weniger Tabak und Alkohol, außerdem auch weniger Süßigkeiten und zuckerhaltige Limonaden. Dagegen zeigen sich günstige Tendenzen bei gesundheitsförderlichen Gewohnheiten wie Bewegung und Sport oder täglichem Konsum von Gemüse. Weiterlesen

FGÖ-Projektcall: „Kinder essen gesund“ in der Volksschule

Der Fonds Gesundes Österreich fördert ab Jänner 2020 zwei Projekte, die zur Verbesserung der Ernährung von Kindern in Österreich im Alter von 4 bis 10 Jahren im Setting Schule beitragen. Mit dem aktuellen Projektcall lädt der FGÖ alle Organisationen ein, die Kernkompetenzen im Bereich Schulischer Gesundheitsförderung und gesunder Ernährung aufweisen sowie Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Schulen haben. Eine Vernetzung mit weiteren relevanten Akteuren im jeweiligen Bundesland, z.B. Bildungsdirektionen und Gesundheitsförderungseinrichtungen, soll Teil des Projektes sein.

Das Projekt soll mit mehreren Volksschulen, vornehmlich solchen, die noch keine Ernährungsprojekte durchgeführt haben, umgesetzt werden. Projektschwerpunkte sollten dabei sein, die Ernährungskompetenz der Kinder zu stärken, ihr Wissen um gesunde Ernährung und Lebensmittel zu verbessern und Möglichkeiten zum gemeinsamen Kochen zu schaffen. Dabei kann auf bereits bestehende Models of Good Practice aufgebaut werden. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre (2020-2022). Einreichfrist ist der 22. August 2019. Alle Informationen zum Projektcall unter: www.fgoe.org

Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2019

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) thematisiert am Nichtrauchertag 2019 die negativen Auswirkungen von Tabakrauch auf die Lungengesundheit, z.B. chronische Atemwegserkrankungen und Krebs. Betroffen sind nicht nur die Konsumenten von Tabakprodukten, sondern auch Nichtrauchende, die schädlichem Tabakrauch in ihrer Umgebung ausgesetzt sind.

Die Österreichische ARGE Suchtvorbeugung hat schon 2014 in einem Positionspapier (PDF) wirksame Strategien zur Reduzierung des Tabakkonsums in Österreich zusammengestellt. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Prävention bei Kindern und Jugendlichen. Lebenskompetenzprogramme, die die persönlichen Kompetenzen und Stärken von Heranwachsenden unterstützen und gleichzeitig sachlich und altersangepasst über Sucht und Suchtmittel informieren, haben sich hierbei besonders bewährt.

Linktipps:
Gemeinsam stark werden – Programm für Volksschulen
plus – Programm für Sekundarstufe 1
Freunde – Programm für den Kindergarten
YOLO! Lebe deine Leben, ohne Rauch – Unterrichtsmaterial und Klassenwettbewerb

Der Unterschied bist DU! – BNE-Sommerakademie des FORUM Umweltbildung

Bei der viertägigen Fortbildung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Engagement in Bezug auf die UN-Ziele der Nachhaltigkeit (SDGs), Klimaschutz sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bestärkt und mit Werkzeugen ausgestattet, um gesellschaftliche und ökologische Veränderung positiv mitzugestalten. Es geht nicht darum sämtliche Probleme dieser Welt zu lösen, sondern im Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten und Potenziale zu handeln. Durch vielfältige Methoden und den Austausch in der Gruppe gewinnen die TeilnehmerInnen Klarheit darüber, wie diese Veränderung gelingen kann.

Die Sommerakademie findet von 19. bis 22. August 2019 in Waldkirchen/OÖ statt. Auf dem Programm stehen informative Vorträge, praxisorientierte Workshops und ein buntes Rahmenprogramm. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos. Lediglich für Unterkunft und Verpflegung fallen Kosten an.

Kinder gesund bewegen 2.0

Kinder gesund bewegen 2.0 ist die Fortführung der Initiativen Kinder gesund bewegen (seit 2009) und Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit (seit 2016). Das bundesweite Bewegungsprogramm richtet sich an Kindergärten und Volksschulen in ganz Österreich. Es basiert auf individuellen Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und Sportvereinen zum beiderseitigen Vorteil. Das vorrangige Ziel ist, möglichst viele Kinder in Kindergärten und Volksschulen zu bewegen. Weiterlesen

Süchtig nach digitalen Welten

Verbringt jemand viel Zeit am Computer, Tablet oder am Smartphone, spricht man im Alltag oft von „Internet-Sucht“ oder „Handy-Sucht“. Die neue Broschüre des Sozialministeriums Süchtig nach digitalen Welten (PDF) untersucht die Grenze zwischen starkem und eventuell problematischem Gebrauch digitalter Medien. Sie richtet sich an alle, die in ihrer Freizeit Smartphones, Tablets oder Computer sehr intensiv nutzen und das Gefühl haben, diese Nutzung nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Sie spricht außerdem Personen an, die sich Sorgen um eine ihnen nahestehende Person – ein Familienmitglied, einen Freund, eine Freundin – machen.

Die Broschüre kann beim Broschürenservice des Sozialministeriums bestellt werden.

Dialogwoche Alkohol: 20.-26. Mai 2019

Die 2. Österreichischen Dialogwoche Alkohol will mit Aktionen und Veranstaltungen über Alkohol informieren und anregen, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken: Wie viel Alkohol trinke ich? Ab wann ist es zu viel?

Im Zentrum der Dialogwoche stehen rund 200 verschiedene Veranstaltungen zum Thema Alkohol wie z.B. Vorträge und Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Präventionsworkshops usw. Zudem bietet die Website www.dialogwoche-alkohol.at Wissenwertes zum Thema Alkohol, hilfreiche Tipps, Online-Tools und Anregungen.

Initiatorin der Dialogwoche Alkohol ist die Österreichische ARGE Suchtvorbeugung – der Zusammenschluss aller neun Fachstellen für Suchtprävention in den Bundesländern – in Kooperation mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und dem Fonds Gesundes Österreich. Gefördert wird die Initiative vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Depressionsbericht Österreich

Auch Kinder und Jugendliche können an Depressionen leiden! Je jünger die Betroffenen sind, desto unspezifischer und heterogener sind allerdings die Symptome einer Depression. Depressive Episoden im Kindes- und Jugendalter dauern meistens länger an als solche im Erwachsenenalter, es besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit im weiteren Lebenslauf chronifiziert. Depressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen führen zudem vermehrt zu Suizidgedanken, suizidalem Verhalten, Suizidversuchen und Suiziden.

Laut der epidemiologischen Studie Mental Health in Austrian Teenagers (MHAT) leiden 2,85 Prozent der österreichischen Kinder und Jugendlichen im Alter von 10-18 Jahren an einer depressiven Erkrankung, hält der aktuelle Depressionsbericht Österreich fest. Der Bericht fasst Einflussfaktoren und Erklärungsmodelle zusammen und bietet epidemiologische Daten zu Depressionserkrankungen für verschiedene Alters- und Personengruppen. Der Bericht hebt u.a. die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention zur Vermeidung von Depression hervor; bei jungen Menschen scheinen kognitiv-behaviorale Präventionsprogramme, die nach Möglichkeit die Familie miteinbeziehen, am wirksamsten zu sein.

Lehrgang für Lehrer/innen: LEBENsmittelwissen

Der neu entwickelte Hochschullehrgang „LEBENsmittelwissen“ vermittelt in kompakter Form jene interdisziplinären Kompetenzen, die an Lehrkräfte der Sekundarstufe 1 im Aufgabenkreis des „Lebensmittelwissens“ herangetragen wird. Inhaltlich umfassend und fächerübergreifend werden alle Themenfelder rund um Lebensmittelwissen abgedeckt. Die Absolventen und Absolventinnen verfügen über ein solides Repertoire der sogenannten „nachhaltigen Ernährung“, welche die Dimensionen Gesundheit/Individuum, Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur gleichermaßen betrachtet, sowie der gesamten Wertschöpfungskette rund um Lebensmittel. Dieses Wissen können die AbsolventInnen qualifiziert und sicher an SchülerInnen weitergeben. Auf eine starke Anbindung an den pädagogischen Alltag wird im gesamten Lehrgang großer Wert gelegt.

Der berufsbegleitende Hochschullehrgang wird in Form von 5 Modulen, mit 8 Lehrveranstaltungsblöcken mit je ein bis vier Tagen, verteilt auf 2 Semester, angeboten. Gestartet wird am 10. und 11. Juli 2019 mit einer Laufzeit bis Februar 2020. Veranstaltungsort ist vorwiegend die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien sowie externen Bildungsinstitutionen oder Exkursionsbetriebe.

Europäische Impfwoche 24.-30. April 2019

Die Europäische Region der WHO begeht jedes Jahr die europäische Impfwoche. Die Aktionswoche soll das Bewusstsein für den Nutzen von Impfungen schärfen und für Impfmaßnahmen als entscheidende Voraussetzungen für Krankheitsprävention werben. Im Mittelpunkt der heurigen Imfpwoche stehen die „vaccine heroes“; zu den Helden des Impfalltags zählen Gesundheitsfachkräfte, die Impfungen verabreichen, Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sowie all jene, die sich um evidenzbasierte Informationen bemühen und sie weitergeben, um andere zu unterstützen. Der Europäische Impfaktionsplan strebt nach einer „Europäischen Region ohne impfpräventable Krankheiten, in der alle Länder ihren Bürgern während des gesamten Lebensverlaufs einen chancengleichen Zugang zu hochwertigen, sicheren und bezahlbaren Impfstoffen und Impfmaßnahmen gewähren“.

Impfwoche in Österreich
Auch in Österreich finden anlässlich der Europäischen Impfwoche verschiedene Veranstaltungen und Aktionen statt. Der österreichische Impfplan 2019 (PDF) informiert über empfohlene Imfpungen und über das kostenlose Impfprogramm für Kinder.