Aktuelle Neuigkeiten zu Gesundheit, Veröffentlichungen und Schule

Ein Kompass

Neue Praxisbroschüre für Schulleiter/innen

Die Bildungsreform 2017 hat neue Handlungsspielräume für Schulen eröffnet; eine ganz wesentliche Rolle für eine erfolgreiche Selbststeuerung spielt die Schulleitung. Eine neue Publikation der Bildungsministeriums beschreibt schulartenübergreifend die Rolle, Verantwortungen und Aufgaben von Schulleitungen und zeigt praxisrelevante Instrumente auf.

Die Broschüre Schulleitungsprofil (PDF) bietet Schulleiterinnen und Schulleitern eine verständliche, praxisnahe Orientierung, auf welche Managementaufgaben sie sich fokussieren sollten. Das Schulleitungsprofil leistet einen Beitrag zu einem gemeinsamen Führungsverständnis an Österreichs Schulen und Schulclustern, dient als Fundament für die Schulleitungsaus- und -fortbildung und bietet Schulqualitätsmanager/innen einen Referenzrahmen. Nicht zuletzt zeigt es auch Lehrerinnen und Lehrern, welche Erwartungen sie an die Schulleitung haben können.

Mehr zur neuen Publikation im Schulautonomie-Blog.

Aktion „November rauchfrei“

Mit 1. November 2019 wird die österreichische Gastronomie rauchfrei. Eine gute Gelegenheit Nichtraucherin, Nichtraucher zu werden! Das Rauchfrei Telefon ruft deshalb den November rauchfrei aus. Das Rauchfrei Telefon unterstützt und informiert alle, die rauchfrei werden oder bleiben wollen – natürlich nicht nur im November, sondern auch danach!

Für alle, die mit dem Rauchen aufhören möchten, bietet das Rauchfrei Telefon Unterstützung wie die Rauchfrei App für das Smartphone, das online-Rauchentwöhnungstraining „Endlich aufatmen“ oder telefonische Beratung unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 810 013.

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE)

Um Ernährungs- und Lebensmittelfragen, die polarisieren, geht es bei der diesjährigen Jahrstagung der ÖGE. Diskutiert werden Ursachen und Wege zu mehr Ernährungskompetenz und Bildung. Globalisierung, Diversität und des Klimawandel stehen dabei ebenso Thema wie Ernährungskommunikation und Ernährungsbildung sowie Lebensmitteltechnologie und -sicherheit. Am zweiten Veranstaltungstag findet die Verleihung des Ernährungsforschungspreises statt, wobei die Ausgezeichneten in Kurzvorträgen ihre Themenbereiche präsentieren werden.

Die ÖGE-Jahrestagung findet am 14. und 15. November 2019 im Festsaal des Bundesamtsgebäudes, Radetzkystraße 2, 1030 Wien statt.

EU Health Award 2019: Spanisches Schulprojekt zur Adipositasprävention ausgezeichnet

Der EU Health Award 2019 zeichnet Projekte aus, die Prävention und Reduktion von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben. Prämiert werden jeweils ein Projekt aus dem Setting Gemeinden, NGOs und Schulen. Im Bereich Schulen wurde heuer die IES Guadalquivir, eine Schule in einer der ärmsten Gegenden Spaniens, ausgezeichnet.

Das Projekt „Be aktive @ IES Guadalqivir“ hat drei Hauptziele:

  • Gesundheitsförderung ins Schulleitbild aufnehmen und in der Schule verankern,
  • die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler durch gesunde Ernährung, Bewegung und Gesundheitsbildung zu fördern;
  • mit Eltern und lokalen Gesundheitseinrichtungen zusammenarbeiten.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele waren die Aufnahme von Gesundheitserziehung in das Curriculum, Aktivitäten und Veranstaltungen zur Bewegungsförderung und die Verbannung von Snacks, Limonaden und Energydrinks aus der Schule. Für viele Jugendlichen ist der Konsum von Süßigkeiten und Snacks eine Möglichkeit, herausfordernde Situationen zu bewältigen. Durch Programme zur Lebenskompetenzförderung lernen sie andere, günstigere Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Stress und negativen Gefühlen kennen. Ein ausführliche Beschreibung (auf Englisch) des Projekts findet sich im Booklet (PDF) zum EU Health Award (ab Seite 27).

Mehr zum Award und zu den ausgezeichneten Projekten: https://ec.europa.eu/health/ngo_award/home_en

Besser sehen – besser lernen

Schlechtes Sehvermögen kann eine Ursache von Lernschwierigkeiten in der Schule sein. Pädagoginnen und Pädagogen können wesentlich mithelfen, durch Sehschwäche verursachte Lernprobleme zu erkennen. Die Gesellschaft der Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte (ÖOG) hat nun mit der Arbeiterkammer als Kooperationspartner eine Broschüre für Lehrerinnen und Lehrer von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren erstellt, die ihnen dafür konkrete Hilfestellungen an die Hand gibt. Die Broschüre informiert über die kindliche Sehentwicklung und über die häufigsten Sehstörungen im Kindesalter. Eine Checkliste soll die Pädagoginnen und Pädagogen beim Erkennen von Sehschwierigkeiten unterstützen. Tipps für den Unterricht und Kontaktdaten von regionalen Anlaufstellen ergänzen den Inhalt.

Download von Broschüre und Begleitmaterial unter www.augen.at.

10. Oktober ist Welttag der seelischen Gesundheit

Morgen ist Welttag der seelischen Gesundheit: Der World Mental Health Day 2019 steht im Zeichen der Suizidprävention. Ein Drittel aller Suizide weltweit werden von jungen Menschen verübt. Selbstmord ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 15 bis 24 Jahren. Risikofaktoren sind Depressionen, Ängste, Alkohol- oder Drogenmissbrauch sowie traumatische Gewalt- und Missbrauchserfahrungen in der Vergangenheit.

Ein unterstützendes und sicheres Elternhaus sowie eine positive, ermutigende Lernumgebung in der Schule sind Schlüsselfaktoren für die Entwicklung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Heranwachsenden. Zur Förderung der seelischen Gesundheit in der Schule sind Lebenskompetenzprogramme besonders geeignet, stellt die Weltgesundheitsorganisation fest: Sie fördern die Entwicklung von sozialen und emotionalen Fähigkeiten, reduzieren riskante Verhaltensweisen wie Rauchen oder Alkoholkonsum und verbessern dadurch auch den Schulerfolg.

Lesetipp: WHO (2018): Adolescent Mental Health in the European Region. (PDF)

Factsheet „Zusammenarbeit mit Eltern“

Schule und Elternhaus tragen gemeinsam die Verantwortung für den Bildungserfolg eines Kindes. Für gute Lernleistungen und den Schulerfolg sind nicht nur schulinterne Faktoren wie Schul- und Unterrichtsqualität wichtig, sondern auch die Lernvoraussetzungen in der Familie. Die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule ist nicht immer einfach, gelegentlich von Vorurteilen belastet und kommt leider oft wegen Zeitmangels auf beiden Seiten zu kurz. Das Bemühen um eine gute Zusammenarbeit hat jedoch eine Reihe von positiven Effekten: Es verbessert die Lernmotivation und Leistungsbereitschaft der Kinder, stärkt die Erziehungssicherheit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bei den Eltern und fördert eine positive Einstellung der Lehrkräfte zu ihren Schülerinnen und Schülern.

Das Factsheet „Zusammenarbeit mit Eltern“ zeigt jetzt in einer erweiterten Neuauflage viele Aspekte der Kooperation zwischen Schule und Familie auf, benennt die wichtigsten Handlungsfelder und bietet praktische Tipps für erfolgreiche Elternarbeit.

Das Factsheets kann hier kostenlos angefordert werden.

Mehr Bewegung in der Schule: Programm Kinder gesund bewegen 2.0

Eine Stunde Bewegung pro Tag brauchen Kinder für ein gesundes Heranwachsen, raten die von renommierten Fachleuten erstellten Österreichischen Bewegungsempfehlungen für Kinder.  Das bundesweite Programm Kinder gesund bewegen 2.0 bringt zusätzliche Bewegungseinheiten in die Schule und in den Kindergarten! Finanziert wird Kinder gesund bewegen 2.0 vom Sportministerium, sowie der Bundes-Sportförderung. Die Umsetzung wird durch die Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION sichergestellt.

Im Rahmen des Programms erhalten die Bildungseinrichtungen ein auf ihren speziellen Bedarf zugeschnittenes Bewegungsangebot, durchgeführt von qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Damit diese noch besser auf die Bedürfnisse der Schulen eingehen können, werden ab Herbst 2019 pädagogische und schulrechtliche Fortbildungen für die Bewegungscoaches angeboten.

Mehr zum Programm: Kinder gesund bewegen 2.0
Mehr zur Fortbildung für Übungsleiter/-leiterinnen

Psychologische Beratung für Menschen mit Fluchterfahrung

Kostenlose psychologische Beratung und Workshops zur Psychoedukation für Menschen mit Fluchterfahrung – auch für Jugendliche – bietet das Wiener Institut für Frauen- und Männergesundheit (FEM, FEM Süd und MEN) im Rahmen des Projekts NEDA an. Durch die psychologische (Erst-)Versorgung soll diesen Menschen Stabilisierung und Entlastung geboten und bei der Bewältigung der traumatisierenden Situation geholfen werden. In Anspruch nehmen können das Angebot Menschen in der Grundversorgung aus Wien.

Die Einzelgespräche und die Gruppenworkshops können in mehreren Sprachen, zum Beispiel Arabisch, Farsi oder Dari, durchgeführt werden. Sie finden aufsuchend oder an den drei Standorten des Instituts statt. Mehr zum Projekt NEDA hier.

Welttag Sexuelle Gesundheit: Materialien zur Sexualerziehung in der Schule

Am 4. Septmeber ist Welttag der sexuellen Gesundheit! Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden, stellt die World Health Organization (WHO) fest. Voraussetzung für sexuelle Gesundheit ist eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und zu sexuellen Beziehungen. Die Grundlage dafür wird in Kindheit und Jugend geschaffen. Deshalb ist Sexualerziehung, die Kinder und Jugendliche altersadäquat in ihrem Entwicklungsprozess begleitet, so wichtig.

Unsere Materialien „Sexualerziehung“ geben Tipps für das Umsetzen in der Schule. Sie bieten einen Überblick über die Kernthemen der schulischen Sexualerziehung, die von Expertinnen und Experten empfohlen werden; sie zeigen, wie das sensible Themenfeld Sexualität im Unterricht angesprochen werden kann und geben Tipps für die Zusammenarbeit mit Eltern auf der einen Seite und Fachleuten auf der anderen Seite. Ein Praxisteil mit Methoden und Übungen, Literatur- und Linktipps sowie sexualpädagogischen Angeboten rundet die Broschüre ab.

Download der Materialien: „Sexualerziehung in der Schule“