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Veranstaltungsreihe „Positionen“: Bildung in der digitalisierten Gesellschaft

Es ist nicht ungewöhnlich, dass neue Medien auf extreme Einschätzungen treffen. Helle Begeisterung steht nicht selten dunklen Verlustängsten gegenüber. So feiern die einen das Internet als Erweiterung des Erlebnishorizonts, während die anderen es als Angebot zur Weltflucht verdächtigen. Mit anderen Medien teilen die digitalen Informationsumwelten den Vorzug, dass man in Erfahrung bringen kann, was man nicht selbst erlebt hat oder erleben kann. Doch der eigene Leib fällt als Lieferant situativer Appelle aus. Das kann man als Ungebundenheit feiern, indem man die eigene Sichtbarkeit nach Belieben manipuliert. Man kann das aber auch als Problem ins Auge fassen, weil sich das digitale Selbst an seine Echokammern gewöhnt und sich nicht mehr vom anderen befremden und an ihm seine Grenzen finden lässt, was als Herzstück von Bildung aufgefasst werden kann.