Einführung in die Sexualpädagogik

Die 2. völlig überarbeitete Auflage des Buches wird durch neue Kapitel ausdifferenziert und ergänzt. Beispielsweise wird ein bisher nicht veröffentlichter Forschungsbericht über Sexualerziehung in Grundschulen aufgenommen. Zusätzliche Aufsätze zu aktuellen Themen wie sexuelle Vielfalt, Pornografie und Jugendliche, Sexualität und Gewalt bzw. Sexualerziehung und Gewaltprävention, Sexualethik, sexuelle Bildung, Sexualkultur usw. kommen hinzu.

Inhalt

1. Sexualpädagogik: Ein Überblick
1.1 Begriffsklärungen
1.2 Geschichte der Sexualpädagogik als Diskursgeschichte
1.3 Gegenstandsbereich der Sexualpädagogik und ihr Bezug zur Sexualwissenschaft
1.4 Themen der Sexualpädagogik
1.5 Handlungsfelder und Handlungsmodalitäten der Sexualpädagogik
1.6 Entwicklungsperspektiven der Sexualpädagogik als Profession

2. Was ist Sexualität?
2.1 Sexualität ist mehr als Genitalität und körperliche Lust –
Sexualität ist aber auch nicht alles im Leben
2.2 Ein systematischer Definitionsversuch
2.3 Ganzheit und Teilaspekte im sexuellen Erleben

3. Spätmoderne Sexualverhältnisse und pädagogische Reflexionen
3.1 Verlust der Sonderstellung von Sexualität: Von der Wollust zur Wohllust
3.2 Verhandlungsmoral: Vom Ende der Sexualmoral?
3.3 Reine Beziehungen und sexuelle Treue
3.4 Sexualpädagogik zwischen Überzeugungen, Zwängen und Ansprüchen

4. Dimensionen sexueller Identität
4.1 Sexualwissenschaftliche Perspektiven auf sexuelle Identitäten
4.2 Gesellschaftliche Perspektiven auf sexuelle Identitäten
4.3 Sexualethische Perspektiven auf sexuelle Identitäten

5. Geschlechteridentitäten und Sexualpädagogik
5.1 VomWandel des geschlechtsspezifischen Blicks in Sexualität und Gesellschaft
5.2 Was meint subjekt- und themenzentrierte Sexualpädagogik?

6. Sexuelle Orientierungen: VomSchubladendenken (Hetero-, Homo-, Bisexualität) zu einer Sexualpädagogik der Vielfalt
6.1 Die geltenden sexuellen Orientierungen sind gesellschaftliche Konstrukte
6.2 Homosexualität
6.3 Bisexualität
6.4 Heterosexualität
6.5 Arbeit gegen Homonegativität
6.6 Schwierigkeiten und Probleme von Jugendlichen mit homosexueller Orientierung
6.7 Begleitende Hilfen für homosexuelle Jugendliche
6.8 Von der Antidiskriminierungsarbeit zur (Sexual-)Pädagogik der Vielfalt

7. Kindersexualität und Sexualpädagogi
7.1 Auch Kinder sind sexuell
7.2 Kindersexualität, die Hintergründe von Gefährdungsdiskursen und sexuelle Bildung
7.3 Sexuelle Bildung von Anfang an

8. Jugendsexualität und Sexualpädagogik
8.1 Beginn und Formen des sexuellen Verhaltens
8.2 Sexualität und Partnerschaft
8.3 Jugendsexualität interkulturell
8.4 Aufklärungsverhalten Jugendlicher
8.5 Sexuelle Gewalt
8.6 Massenmedien, Informationstechnologien und Jugendsexualität
8.7 Konsequenzen für Sexualerziehung und die Gestaltung von Sexualkultur

9. Ethik,Moral und Sexualpädagogik im interkulturellen Kontext
9.1 Prozesse der moralischen Pluralisierung im Einwanderungsland Deutschland
9.2 Sozialisationserfahrungen von Migrantinnen und Migranten und ihre Auswirkungen auf die Sexualmoral und das Sexualverhalten
9.3 Sexuelle Selbstbestimmung als Grundlage einer (auch) kultursensiblen Sexualpädagogik
9.4 Umgang mit kulturellen Differenzen
9.5 Erziehung und Moralität

10.Von der Möglichkeit, sich dem Schatten des Sexuellen auch pädagogisch zu nähern
10.1 Worin besteht das Problem?
10.2 Was meint »Schatten des Sexuellen«?
10.3 Was gehört heute zum Schatten und wie reagieren Gesellschaft und herrschende Sexualpädagogik?
10.4 Was wissen wir über Gewalt im Schatten des Sexuellen?
10.5 Konsequenzen für sexualpädagogisches Tun
10.6 Sexualpädagogik als Gewaltprävention: Sexualkulturbildung

11. Sexualerziehung in der Schule: Situation und Optionen
11.1 Das sexuelleWeltwissen der Kinder ist uneinheitlich, hat insgesamt aber rasant zugenommen
11.2 Kinder brauchen zugewandte Eltern und Lehrer/innen, um sich sexuell zu bilden
11.3 Grundschulen haben sich auf ihren sexualpädagogischen Erziehungsauftrag noch nicht angemessen eingestellt
11.4 Kinder zeigen sich auch in der Grundschule sexuell interessiert
11.5 Die Lehrenden fühlen sich dem Thema annähernd gewachsen – auch, wenn sie »Elektrizität und Deichbau lieber unterrichten«.
11.6 Die einzelne Lehrkraft bestimmt, wie, wann und wo Sexualerziehung stattfindet
11.7 Kooperation mit anderen Fachorganisationen: »Die machen das professionell, wir können uns dann rausziehen!«
11.8 Qualifizierung der Lehrkräfte im Lehramtsstudium
11.9 Wenn die Praxis näher rückt: Die zweite und dritte Ausbildungsphase qualifiziert immerhin eine Minderheit der Lehrerinnen und Lehrer
11.10 Die Verantwortlichen betonen die große (und aktuell gewachsene) Bedeutung von Sexualerziehung vor allem in ihrem eigenen Verantwortungsbereich, können aber kaum ein entsprechendes Angebot vorweisen
11.11 Sexualpädagogik und der Umgang mit sexueller Gewalt
11.12 Der Glaube ist noch recht verbreitet, dass guter Wille und ein »gesunder« Menschenverstand ausreichen, um Sexualerziehung umzusetzen
11.13 Was tun? Eckpunkte für die Optimierung von Sexualerziehung in Grundschulen
Literatur