Schlafen Schülerinnen und Schüler zu wenig für die Anforderungen des Schulalltags?

Kinder, die an Schultagen weniger als acht Stunden schlafen, leiden häufiger unter Konzentrationsproblemen. Das ergeben die Daten einer Längsschnittstudie mit mehr rund 10.000 deutschen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1. Dabei befragen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) die Kinder zu ihrem Gesundheitszustand, ihrem Gesundheitsverhalten und auch ihren Schlafgewohnheiten.

Die Analyse der Daten zeigt, dass die Mädchen und Buben mit zunehmenden Alter weniger schlafen. Gaben noch mehr als die Hälfte der 11-jährigen an, vor 21 Uhr zu Bett zu gehen, sind es drei Jahre später bei den inzwischen 14-jährigen nur noch 6%. Die durchschnittliche Schlafdauer sank dementsprechend während dieser Zeit von 9 Stunden 45 Minuten auf 8 Stunden 15 Minuten.

Auch wenn das Schlafbedürfnis individuell verschieden ist, so empfehlen Fachleute für Kinder dieser Altersgruppe mindestens 8 Stunden Schlaf pro Nacht. In der Untersuchung des FZDW klagten rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler, die weniger als 8 Stunden pro Nachte schlafen, über Konzentrationsprobleme. Auch Verletzungen im schulischen Kontext, also zum Beispiel im Sportunterricht oder auf dem Schulweg, kamen bei diesen Kindern, die weniger schlafen, häufiger vor.