Aktuelle Neuigkeiten zu Gesundheit, Veröffentlichungen und Schule

Lehrgang für Lehrer/innen: LEBENsmittelwissen

Der neu entwickelte Hochschullehrgang „LEBENsmittelwissen“ vermittelt in kompakter Form jene interdisziplinären Kompetenzen, die an Lehrkräfte der Sekundarstufe 1 im Aufgabenkreis des „Lebensmittelwissens“ herangetragen wird. Inhaltlich umfassend und fächerübergreifend werden alle Themenfelder rund um Lebensmittelwissen abgedeckt. Die Absolventen und Absolventinnen verfügen über ein solides Repertoire der sogenannten „nachhaltigen Ernährung“, welche die Dimensionen Gesundheit/Individuum, Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur gleichermaßen betrachtet, sowie der gesamten Wertschöpfungskette rund um Lebensmittel. Dieses Wissen können die AbsolventInnen qualifiziert und sicher an SchülerInnen weitergeben. Auf eine starke Anbindung an den pädagogischen Alltag wird im gesamten Lehrgang großer Wert gelegt.

Der berufsbegleitende Hochschullehrgang wird in Form von 5 Modulen, mit 8 Lehrveranstaltungsblöcken mit je ein bis vier Tagen, verteilt auf 2 Semester, angeboten. Gestartet wird am 10. und 11. Juli 2019 mit einer Laufzeit bis Februar 2020. Veranstaltungsort ist vorwiegend die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien sowie externen Bildungsinstitutionen oder Exkursionsbetriebe.

Europäische Impfwoche 24.-30. April 2019

Die Europäische Region der WHO begeht jedes Jahr die europäische Impfwoche. Die Aktionswoche soll das Bewusstsein für den Nutzen von Impfungen schärfen und für Impfmaßnahmen als entscheidende Voraussetzungen für Krankheitsprävention werben. Im Mittelpunkt der heurigen Imfpwoche stehen die „vaccine heroes“; zu den Helden des Impfalltags zählen Gesundheitsfachkräfte, die Impfungen verabreichen, Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, sowie all jene, die sich um evidenzbasierte Informationen bemühen und sie weitergeben, um andere zu unterstützen. Der Europäische Impfaktionsplan strebt nach einer „Europäischen Region ohne impfpräventable Krankheiten, in der alle Länder ihren Bürgern während des gesamten Lebensverlaufs einen chancengleichen Zugang zu hochwertigen, sicheren und bezahlbaren Impfstoffen und Impfmaßnahmen gewähren“.

Impfwoche in Österreich
Auch in Österreich finden anlässlich der Europäischen Impfwoche verschiedene Veranstaltungen und Aktionen statt. Der österreichische Impfplan 2019 (PDF) informiert über empfohlene Imfpungen und über das kostenlose Impfprogramm für Kinder.

Tag gegen Lärm am 24. April

Der jährliche Tag gegen Lärm macht mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen auf Lärm als Umweltthema aufmerksam. Lärm ist nämlich nicht nur störend, sondern kann auch die Gesundheit schädigen.
In Schulen ist vornehmlich anhaltender Lärm mittlerer Intensität eine Belastung. Besonders betroffen sind Lehrerinnen und Lehrer, die der Lärmbelastung über viele Jahre hinweg Tag für Tag ausgesetzt sind. Aber auch für Schülerinnen und Schüler bedeutet Lärm eine Störung und behindert das Lernen. Akustische Sanierung von Schulräumen hilft Lärm zu reduzieren. Sinnvoll ist auch die Beschäftigung mit dem Thema Lärm im Unterricht, zum Beispiel mit den Ideen für die Unterrichtspraxis aus dem Projekt Lernen ohne Lärm.

Mehr Infos zu Lärmreduzierung und Raumklima an Schulen auch unter: Schwerpunkt Schule(frei)räume gestalten

Projekt-Call: Psychosoziale Gesundheit und (Cyber-)Mobbing-prävention an Schulen

Der Fonds Gesundes Österreich veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem BMBWF einen Projekt-Call zum Thema Psychosoziale Gesundheit und Prävention von(Cyber-)Mobbing an Schulen. Eingeladen sind in erster Linie Pädagogische Hochschulen, die gemeinsam mit 15-25 Schulen ein Projekt zu Förderung der psychosozialen Gesundheit entwickeln und in standortspezifische Schulentwicklungsprozesse einbeziehen. Regionalen Einrichtungen, die bereits Erfahrung in schulischer Gesundheitsförderung oder (Cyber-)Mobbingprävention haben, können im Rahmen des Projekts beigezogen werden.

Die Einreichfrist zum Projekt-Call endet am 15. Juli 2019. Die Projektlaufzeit beginnt frühestens mit 1. Oktober 2019.

Positionspapier: Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes an Österreichs Schulen

Rund 1.600 österreichische Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter sind an Diabetes erkrankt. Die Anzahl der Neuerkrankungen steigt weiterhin. Immer häufiger sind Schulen bzw. Lehrkräfte mit Fragen zu Betreuung und Versorgung von an Diabetes erkrankten Schülerinnen und Schülern konfrontiert.

Ein offizielles Positionspapier der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde geht auf diese Fragen und Problemstellungen ein und gibt Hinweise zu Voraussetzungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei der Betreuung von betroffenen Schülerinnen und Schülern in Schulen.

Kinder und Jugendliche mit Diabetes brauchen für einen guten Umgang mit ihrer Krankheit die Unterstützung der Schule. Sie haben das Recht, voll in das Schulleben integriert zu sein und an allen schulischen Aktivitäten teilzunehmen. Eine qualifizierte, fachliche Einschulung ermöglicht es Betreuungs- und Lehrpersonen, den Schulalltag für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu erleichtern. Denn wie mit einer chronischen Erkrankung in der Schule umgegangen wird, hat großen Einfluss sowohl auf den Verlauf der Krankheit als auch auf den Schulerfolg der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Fokus Jugend 2019: Daten zur Situation österreichischer Jugendlicher

Die Publikation Fokus Jugend 2019 (PDF) bietet für alle, die für oder mit jungen Menschen arbeiten, übersichtlich aufbereitete Daten, die die Situation der Jugend in Österreich aufzeigen und Trends sichtbar machen. Das Konzept für die Publikation wurde vom Österreichischen Institut für Familienforschung an der Universität Wien im Zusammenwirken mit dem Kompetenzzentrum Jugend im BKA und unter Beteiligung von Stakeholdern der Jugendpolitik entwickelt. Die Broschüre fasst die wichtigsten jugendrelevanten Zahlen aus den Bereichen Bevölkerungsstatistik, Migration, Bildung und Ausbildung, Internetnutzung, Arbeitswelt sowie Gesundheit und Lebensbedingungen.

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Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu

Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger, zu diesem Fazit kommt die deutsche Langzeitstudie Motorik-Modul (MoMo). Obwohl heute mehr Kinder in Sportverein aktiv sind, nimmt der Bewegungsmangel im Alltag zu. Die körperliche Alltagsaktivität in der Altersgruppe der vier bis 17-Jährigen sei in den vergangenen zwölf Jahren um 31 Minuten pro Woche zurückgegangen, so Alexander Woll vom Karlsruher Institut für Technologie, einer der Betreuer der Studie.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass etwa 80 Prozent der Heranwachsenden nicht die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von einer Stunde Bewegung pro Tag erreichen. Die Auswertungen zeigen auch, dass körperlich aktive Kinder weniger gesundheitliche Risikofaktoren entwickeln. Der Bewegungsmangel in der Kindheit kann nachhaltige Folgen haben: Die Langzeitanalysen über zwölf Jahre zeigen, dass aus übergewichtigen Kindern mit hoher Wahrscheinlichkeit übergewichtige Erwachsene werden.

Das Motorik-Modul (MoMo) ist ein Teilmodul der bundesweiten Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) und erfasst seit 2003 in regelmäßigen Abständen die motorische Leistungsfähigkeit und körperlich-sportliche Aktivität von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland.

Für österreichische Kinder und Jugendliche zeigen die Daten der HBSC-Studie ähnlich Ergebnisse: Auch hierzulande erreichen nur knapp 18% der Heranwachsenden die Bewegungsempfehlungen der WHO. Knapp 5 Stunden pro Woche sind die österreichischen Schülerinnen und Schüler körperlich aktiv; mehr als 5 Stunden täglich dagegen nehmen sitzende Freizeitbeschäftigungen ein, hauptsächlich Fernsehen, Spielen an Computer, Smartphone oder allgemeine Computernutzung.

Neue Materialien für Lehrkräfte: Mobbingprävention im Lebensraum Schule

Wie kann in Schulen, in den Klassen dauerhaft und konsequent gegen Mobbing und Gewalt präventiv gearbeitet werden?

Grundlagen der Prävention sind eine Haltung der Null-Toleranz bei Gewalt, das Wissen über die Dynamiken von Mobbingprozessen zu erweitern, Grenzen zu setzen und diese einzufordern. Verantwortlichkeiten müssen klar kommuniziert werden und Schülerinnen, Schüler sowie und Lehrkräfte unterstützen und Erziehungsberechtigte einbezogen werden. Maßnahmen zur schulischen Gewalt- und Mobbingprävention sollen es ermöglichen, in der Schule ohne Angst zu lernen und zu leben – zur Förderung ganzheitlicher Gesundheit und der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Die neue Handreichung Mobbingprävention im Lebensraum Schule (PDF), herausgegeben von ÖZEPS, unterstützt Schulleitungen und Lehrkräfte bei einer umfassenden, theoriegeleiteten und praxisorientierten Mobbingprävention und -intervention in Schulen. Dabei wird Mobbingprävention und Mobbingintervention als zentrale Schulentwicklungsaufgabe betrachtet und somit nachhaltig und konsequent in den Schule- und Unterrichtsalltag integriert.

Passend dazu stellt ÖZEPS mit cinema-edu „Mobbing?“ einen kurzen Film mit szenischen Impulsen zur Mobbingprävention zur Verfügung. Den Film und ein dazu gehördendes Begleitheft gibt es hier.

Europaweiter Video- und Poster-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Im Vorfeld der europäischen Impfwoche 24.-30. April 2019 möchte dieser Schulwettberb das Wissen bei Kindern und Jugendlichen über Impfungen, die die Entstehung von Krebs verhindern können, verbessern. Zur Teilnahme können Poster oder 15sekündige Videos eingereicht werden, die sich mit der HPV-Impfung oder mit der Impfung gegen Hepatitis B beschäftigen. Inhaltlich sollen sich die Einsendungen auf die Botschaften des European Code Against Cancer beziehen. Beide Impfungen sind übrigens Bestandteil des Österreichischen Kinderimpfkonzepts und daher kostenlos.

Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler aus allen WHO Euro Regionen innerhalb und außerhalb der EU im Alter von 7-18 Jahren (in drei Alterskategorien: 7-10 J., 11-14 J., 15-18 J.). Wenn die Teilnahme über eine Lehrerin/einen Lehrer erfolgt, kann ein zusätzlicher Preis für die ganze Klasse gewonnen werden. Einreichschluss ist der 3. April 2019.

Helfen statt strafen: §13 Suchtmittelgesetz – Handlungsleitfaden für Schulen

Wie geht eine Schule mit dem Drogenkonsum von Schülerinnen oder Schülern um? Der § 13 Abs. 1 SMG verpflichtet Schulen, jungen Menschen, die illegale Suchtmittel missbrauchen, gezielte Hilfe anzubieten. Der Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln kann an einer Schule nicht toleriert werden, denn es gibt einerseits klare rechtliche Vorgaben und andererseits sind die schulischen Anforderungen mit dem Konsum von Suchtmitteln nicht vereinbar. Bei einem begründeten Verdacht auf den Suchtmittelkonsum muss nach einem Ablaufplan auf Basis des Suchtmittelgesetzes gehandelt werden: Das Gesetz ermöglicht zu helfen ohne zu strafen, ohne Anzeige, ohne Diskriminierung.

Ziel ist es, den betroffenen Schülerinnen und Schülern angemessene Unterstützung zu bieten, die hilft einen Schulabschluss zu erreichen und weitere eventuell problematische Konsumentwicklungen zu verhindern. Grundlage dafür ist ein schulisches Krisenmanagement auf Basis der rechtlichen Vorgaben. Dabei hilft der Handlungsleitfaden, den das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung unter Mitwirkung der Fachstellen für Suchtprävention einen Leitfaden veröffentlicht hat: Handlungsleitfaden. Zur Umsetzung des § 13 Suchtmittelgesetz an Schulen (PDF).

Zur Früherkennung und Intervention bei Verhaltensauffälligkeiten im Vorfeld von Suchtproblemen steht außerdem das Programm STEP BY STEP für der Lehrkräfte über die regionalen Suchtpräventionsstellen zur Verfügung.