Aktuelle Neuigkeiten zu Gesundheit, Veröffentlichungen und Schule

Tipps fürs Lernen – Neue Broschüre des BMBWF

Die neue Broschüre „Lernen lernen“ gibt Empfehlungen für erfolgreiches Lernen, die sich in der schulpsychologischen Praxis bewährt haben. Sie richtet sich vorwiegend an Schülerinnen und Schüler zur Reflexion und Optimierung ihrer Lernprozesse, ist aber auch für Lehrer/innen und Eltern interessant. Die Informationen und Tipps zum Lernen wurden Wissenschafter/innen und Schulpsychologen/-psychologinnen erstellt.

Die Broschüre kann im Publikationenshop des Bildungsministeriums bestellt oder heruntergeladen werden.

Programm „Familien stärken“ für Familien und Kinder von 10 bis 14 Jahren

Das Programm „Familien stärken 10–14“ unterstützt Wiener Familien dabei, das Leben in der Familie möglichst konfliktfrei zu gestalten und die Lebenskompetenzen der Kinder zu fördern. Es hilft nachweislich dabei, die Eltern-Kind-Beziehung zu verbessern.

Das Programm wird für alle Familien in Wien, die mindestens 1 Kind im Alter von 10-14 Jahren haben, kostenfrei angeboten. Am besten wirkt es, wenn beide Elternteile oder Erziehungsberechtigten gemeinsam mit ihrem Kind teilnehmen. Das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien bietet „Familien stärken 10-14“ gemeinsam mit Kolping Österreich seit 2017 in Wien an.

Neue Materialien „Positive Körperbilder fördern“

Fast die Hälfte der österreichischen Schülerinnen und Schüler sind mit ihrem Aussehen und ihrem Körper unzufrieden, legen die Daten der HBSC-Erhebung 2018 nahe. Die körperlichen Veränderungen während des Heranwachsens und in der Pubertät verunsichern. Besonders Kinder und Jugendliche mit geringem Selbstwert neigen dazu, sich selbst und ihr Aussehen als negativ einzuschätzen. Die allgegenwärtigen Bilder von gut aussehenden, attraktiven Menschen in den Medien, der Werbung und auf Social Media können Jugendliche zusätzlich verunsichern, wenn sie sich mit den dargestellten Models oder Celebrities vergleichen.

Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper und dem eigenen Aussehen ist für die Identitätsentwicklung und für das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendliche jedoch wesentlich. Die neue Broschüre „Positive Körperbilder fördern“ bieten Lehrerinnen und Lehrern Anregungen, wie sie Heranwachsende bei der Entwicklung eine positiven Körperbildes unterstützen und deren Selbstwert, Körperakzeptanz und psychische Gesundheit fördern können.

Die Materialien können hier kostenlos angefordert werden.

Ein Kompass

Neue Praxisbroschüre für Schulleiter/innen

Die Bildungsreform 2017 hat neue Handlungsspielräume für Schulen eröffnet; eine ganz wesentliche Rolle für eine erfolgreiche Selbststeuerung spielt die Schulleitung. Eine neue Publikation der Bildungsministeriums beschreibt schulartenübergreifend die Rolle, Verantwortungen und Aufgaben von Schulleitungen und zeigt praxisrelevante Instrumente auf.

Die Broschüre Schulleitungsprofil (PDF) bietet Schulleiterinnen und Schulleitern eine verständliche, praxisnahe Orientierung, auf welche Managementaufgaben sie sich fokussieren sollten. Das Schulleitungsprofil leistet einen Beitrag zu einem gemeinsamen Führungsverständnis an Österreichs Schulen und Schulclustern, dient als Fundament für die Schulleitungsaus- und -fortbildung und bietet Schulqualitätsmanager/innen einen Referenzrahmen. Nicht zuletzt zeigt es auch Lehrerinnen und Lehrern, welche Erwartungen sie an die Schulleitung haben können.

Mehr zur neuen Publikation im Schulautonomie-Blog.

Aktion „November rauchfrei“

Mit 1. November 2019 wird die österreichische Gastronomie rauchfrei. Eine gute Gelegenheit Nichtraucherin, Nichtraucher zu werden! Das Rauchfrei Telefon ruft deshalb den November rauchfrei aus. Das Rauchfrei Telefon unterstützt und informiert alle, die rauchfrei werden oder bleiben wollen – natürlich nicht nur im November, sondern auch danach!

Für alle, die mit dem Rauchen aufhören möchten, bietet das Rauchfrei Telefon Unterstützung wie die Rauchfrei App für das Smartphone, das online-Rauchentwöhnungstraining „Endlich aufatmen“ oder telefonische Beratung unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 810 013.

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE)

Um Ernährungs- und Lebensmittelfragen, die polarisieren, geht es bei der diesjährigen Jahrstagung der ÖGE. Diskutiert werden Ursachen und Wege zu mehr Ernährungskompetenz und Bildung. Globalisierung, Diversität und des Klimawandel stehen dabei ebenso Thema wie Ernährungskommunikation und Ernährungsbildung sowie Lebensmitteltechnologie und -sicherheit. Am zweiten Veranstaltungstag findet die Verleihung des Ernährungsforschungspreises statt, wobei die Ausgezeichneten in Kurzvorträgen ihre Themenbereiche präsentieren werden.

Die ÖGE-Jahrestagung findet am 14. und 15. November 2019 im Festsaal des Bundesamtsgebäudes, Radetzkystraße 2, 1030 Wien statt.

EU Health Award 2019: Spanisches Schulprojekt zur Adipositasprävention ausgezeichnet

Der EU Health Award 2019 zeichnet Projekte aus, die Prävention und Reduktion von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zum Ziel haben. Prämiert werden jeweils ein Projekt aus dem Setting Gemeinden, NGOs und Schulen. Im Bereich Schulen wurde heuer die IES Guadalquivir, eine Schule in einer der ärmsten Gegenden Spaniens, ausgezeichnet.

Das Projekt „Be aktive @ IES Guadalqivir“ hat drei Hauptziele:

  • Gesundheitsförderung ins Schulleitbild aufnehmen und in der Schule verankern,
  • die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler durch gesunde Ernährung, Bewegung und Gesundheitsbildung zu fördern;
  • mit Eltern und lokalen Gesundheitseinrichtungen zusammenarbeiten.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele waren die Aufnahme von Gesundheitserziehung in das Curriculum, Aktivitäten und Veranstaltungen zur Bewegungsförderung und die Verbannung von Snacks, Limonaden und Energydrinks aus der Schule. Für viele Jugendlichen ist der Konsum von Süßigkeiten und Snacks eine Möglichkeit, herausfordernde Situationen zu bewältigen. Durch Programme zur Lebenskompetenzförderung lernen sie andere, günstigere Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Stress und negativen Gefühlen kennen. Ein ausführliche Beschreibung (auf Englisch) des Projekts findet sich im Booklet (PDF) zum EU Health Award (ab Seite 27).

Mehr zum Award und zu den ausgezeichneten Projekten: https://ec.europa.eu/health/ngo_award/home_en

Besser sehen – besser lernen

Schlechtes Sehvermögen kann eine Ursache von Lernschwierigkeiten in der Schule sein. Pädagoginnen und Pädagogen können wesentlich mithelfen, durch Sehschwäche verursachte Lernprobleme zu erkennen. Die Gesellschaft der Österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte (ÖOG) hat nun mit der Arbeiterkammer als Kooperationspartner eine Broschüre für Lehrerinnen und Lehrer von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren erstellt, die ihnen dafür konkrete Hilfestellungen an die Hand gibt. Die Broschüre informiert über die kindliche Sehentwicklung und über die häufigsten Sehstörungen im Kindesalter. Eine Checkliste soll die Pädagoginnen und Pädagogen beim Erkennen von Sehschwierigkeiten unterstützen. Tipps für den Unterricht und Kontaktdaten von regionalen Anlaufstellen ergänzen den Inhalt.

Download von Broschüre und Begleitmaterial unter www.augen.at.

10. Oktober ist Welttag der seelischen Gesundheit

Morgen ist Welttag der seelischen Gesundheit: Der World Mental Health Day 2019 steht im Zeichen der Suizidprävention. Ein Drittel aller Suizide weltweit werden von jungen Menschen verübt. Selbstmord ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 15 bis 24 Jahren. Risikofaktoren sind Depressionen, Ängste, Alkohol- oder Drogenmissbrauch sowie traumatische Gewalt- und Missbrauchserfahrungen in der Vergangenheit.

Ein unterstützendes und sicheres Elternhaus sowie eine positive, ermutigende Lernumgebung in der Schule sind Schlüsselfaktoren für die Entwicklung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Heranwachsenden. Zur Förderung der seelischen Gesundheit in der Schule sind Lebenskompetenzprogramme besonders geeignet, stellt die Weltgesundheitsorganisation fest: Sie fördern die Entwicklung von sozialen und emotionalen Fähigkeiten, reduzieren riskante Verhaltensweisen wie Rauchen oder Alkoholkonsum und verbessern dadurch auch den Schulerfolg.

Lesetipp: WHO (2018): Adolescent Mental Health in the European Region. (PDF)

Factsheet „Zusammenarbeit mit Eltern“

Schule und Elternhaus tragen gemeinsam die Verantwortung für den Bildungserfolg eines Kindes. Für gute Lernleistungen und den Schulerfolg sind nicht nur schulinterne Faktoren wie Schul- und Unterrichtsqualität wichtig, sondern auch die Lernvoraussetzungen in der Familie. Die Kooperation zwischen Elternhaus und Schule ist nicht immer einfach, gelegentlich von Vorurteilen belastet und kommt leider oft wegen Zeitmangels auf beiden Seiten zu kurz. Das Bemühen um eine gute Zusammenarbeit hat jedoch eine Reihe von positiven Effekten: Es verbessert die Lernmotivation und Leistungsbereitschaft der Kinder, stärkt die Erziehungssicherheit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bei den Eltern und fördert eine positive Einstellung der Lehrkräfte zu ihren Schülerinnen und Schülern.

Das Factsheet „Zusammenarbeit mit Eltern“ zeigt jetzt in einer erweiterten Neuauflage viele Aspekte der Kooperation zwischen Schule und Familie auf, benennt die wichtigsten Handlungsfelder und bietet praktische Tipps für erfolgreiche Elternarbeit.

Das Factsheets kann hier kostenlos angefordert werden.