Depressionsbericht Österreich

Auch Kinder und Jugendliche können an Depressionen leiden! Je jünger die Betroffenen sind, desto unspezifischer und heterogener sind allerdings die Symptome einer Depression. Depressive Episoden im Kindes- und Jugendalter dauern meistens länger an als solche im Erwachsenenalter, es besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit im weiteren Lebenslauf chronifiziert. Depressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen führen zudem vermehrt zu Suizidgedanken, suizidalem Verhalten, Suizidversuchen und Suiziden.

Laut der epidemiologischen Studie Mental Health in Austrian Teenagers (MHAT) leiden 2,85 Prozent der österreichischen Kinder und Jugendlichen im Alter von 10-18 Jahren an einer depressiven Erkrankung, hält der aktuelle Depressionsbericht Österreich fest. Der Bericht fasst Einflussfaktoren und Erklärungsmodelle zusammen und bietet epidemiologische Daten zu Depressionserkrankungen für verschiedene Alters- und Personengruppen. Der Bericht hebt u.a. die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention zur Vermeidung von Depression hervor; bei jungen Menschen scheinen kognitiv-behaviorale Präventionsprogramme, die nach Möglichkeit die Familie miteinbeziehen, am wirksamsten zu sein.